Grabmale Rosa und Wilhelm Goldman

 
   
  Grabmale Rosa und Wilhelm Goldman  
     
   
  Grabmal Zweig  
   
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AKTUELLES

Ausstellungseröffnung

Einladung Ausstellungseröffnung

MOSES MENDELSSOHN. FREUNDE, FEINDE & FAMILIE

25. November 2012 - 07. April 2013
Centrum Judaicum, Oranienburger Straße 28 - 30 in Berlin- Mitte

Moses Mendelssohn - an ihm schieden und scheiden sich, wie kaum an einer anderen Persönlichkeit der neueren jüdischen Geschichte, die Geister. Verehrten ihn die einen als Wegbereiter von Emanzipation und bürgerlicher Gleichberechtigung der deutschen Juden sowie deren Teilhabe am kulturellen, intellektuellen und politischen Leben ihres Landes, so verachteten ihn die anderen als Totengräber des traditionellen Judentums, seiner Identität und Wertevorstellungen. Im Rückblick zeigt sich, dass Mendelssohn einen schmalen Grat zwischen gesetzestreuem Judentum und säkularer bürgerlicher Existenz beschritt - nicht alle vermochten ihm auf diesem Weg zu folgen.



Restaurierung von Grabmalen 2009

Mit Spendenmittel, die der Förderverein Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee erhalten hat, und einer Zuwendung des Landesdenkmalamtes Berlin konnten im Jahr 2009 zwei Restaurierungsvorhaben durch den Förderverein ausgeführt werden:

Restaurierung Grabmale Rosa und Wilhelm Goldmann

Im Inneren des Feldes U 1 stehen zwei schlichte Stelen aus Muschelkalk dicht nebeneinander. Die rechte Stele ist im oberen Drittel mit einer Bronzeapplikation in Form von Kanne und Schüssel als Zeichen der Herkunft für die Leviten und die linke Stele im oberen Drittel mit einer Krone als Zeichen des guten Namens geschmückt. Bei beiden Stelen sind die Inschriften auf der Vorderseite aus aufgesetzten Bronzelettern gefertigt. Beigesetzt sind hier die Eltern des Regisseurs und Intendanten Max Reinhardt (1873 – 1943), der Kaufmann Wilhelm Goldmann (1846 – 1911) und seine Ehefrau Rosa Goldmann, geb. Wengraf (1851 – 1924).

Beide Grabmale sind stark mit Efeu bewachsen und weisen Fundamentsackungen auf. Die auf der Vorderseite aufgesetzten Bronzelettern sind bis auf wenige Relikte verloren gegangen, so dass die Inschriften nicht mehr lesbar sind.

Die denkmalpflegerischen Maßnahmen umfassen jeweils das vorsichtige Entfernen des Efeus ohne Schädigung der Gesteinsoberfläche, Abbau der Grabsteine und Sanierung des Fundaments, Reinigen der Grabsteine und der Bronzeapplikationen, Wiederversetzen beider Grabmale. Die fehlenden Bronzelettern der Inschriften können bislang nicht rekonstruiert werden, da Unterlagen (Fotos etc.) über die Grabinschriften nicht vorhanden sind.



Restaurierung Grabmal Zweig

In der Reihe 35 hinter den Erbbegräbnissen am Südostrand des Feldes Q 4 befindet sich die aus Granit gearbeitete Stele mit der vertieft gearbeiteten Inschrift auf der Vorderseite. Beigesetzt sind hier Regina Zweig, geb. Abraham (1865 – 1924) und Carl Zweig (1850 – 1929), die Eltern von Beatrice Zweig (1892 – 1971). Diese war seit 1916 mit dem Dichter Arnold Zweig (1887 – 1968) verheiratet. Arnold Zweig ist auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße beigesetzt. Auf Wunsch Arnold Zweigs erinnert auf der Grabstelle seiner Schwiegereltern in Weißensee ein Gedenkstein an den Dichter und seine Ehefrau sowie zwei weitere Verwandte. Die farblichen Auslegungen der Inschriften des Grabsteins und des Gedenksteins waren stark abgewittert. Die denkmalpflegerischen Maßnahmen umfassten jeweils die farbliche Neufassung der Inschriften des Grab- und Gedenksteins.